BBV Berichte zur Musikschule
Die Aussage des Bürgermeisters in der Pressemitteilung „Musikstunden bald teurer?“Bocholt Borkener Zeitung (BBV) vom 29.04.05, „Die Eltern der Musikschüler können sich schon auf eine Erhöhung der Beiträge einstellen“ ist verfrüht, wo doch der Vorsitzende des Musikschul- Fördervereins versprach, bis zum Sommer ein Sparkonzept vorzulegen.
Durch die weitere Aussage Herrn Mittags, Kürzungen bei der Musikschule wären keine leichte Aufgabe, „ denn Kürzungen im Unterrichtsangebot seien eine schwierige Geschichte,“ macht er es den Verantwortlichen zu leicht, sich gegen eine Überprüfung zu sperren. Wieso wartet er das versprochene Sparkonzept Ergebnis nicht erst ab ? Will der Bürgermeister, indem er vorprescht, die Musikschulverwaltung vor der gewünschten ernsthaften Überprüfung schützen und so das Kostenproblem allein auf die Eltern abwälzen? Wo er im Vorjahr viele Vereine von den Sparnotwendigkeiten zu überzeugen versuchte, erstaunt es, dass hier eine „heilige Kuh“ von ihm zu Lasten der Eltern und aller Steuerzahler geschützt werden soll. Wo er zudem erwähnte, es sei bereits im Vorjahr über Beitragsanhebungen diskutiert worden., darf man vermuten, dass ihm der Sparvorschlag willkommen war, um jetzt der UWG allein die Schuld an eventuellen Beitragsanhebungen in die Schuhe zu schieben. Diese hat die UWG nie gefordert, wohl aber eine Überprüfung des Konzeptes mit dem Ziel von Kosteneinsparungen. Der Rheder Rat hat die UWG in diesem Anliegen mehrheitlich unterstützt. Wieso wird jetzt nicht öffentlich darüber diskutiert, dass vor zwei Jahren alle damaligen Fraktionen in der Sparkommission eine Kürzung der Musikschulzuschüsse um 50% forderten, die UWG jetzt aber in ihrem Antrag nur eine ergebnisoffene Überprüfung forderte. Es ist bequem in der UWG jetzt einen Sündenbock gefunden zu haben, weil man die gemeinsamen Zielsetzungen nicht weiter zu verfolgen bereit ist.
Dass bereits vor cirka 6 Jahren die Bocholter CDU die Zuschüsse so drastisch kürzen wollte, dass die Musikschule um ihre Existenz bangte, ist nie öffentlich diskutiert worden. Auf die Anfrage seitens der Musikschule, wie die Rheder UWG dazu stünde, sprach sie sich damals eindeutig für den Erhalt der Musikschule aus.
FW / Rhede im Mai 2005
